Ein neu zu entwickelndes Passagierleitsystem für schienengebundene städtische öffentliche Nahverkehrsmittel zur Erhöhung der Fahrgastbeförderungskapazität von Bahnanlagen in S- und U-Bahnlinien
Das hier vorgestellte System ist in städtischen schienengebundenen Nahverkehrssystemen einsetzbar. Es führt einen Lösungsvorschlag ein, der Qualitätsverbesserungen für nahezu jedes öffentliche Bahnverkehrssystem ermöglicht, insbesondere dann, wenn eine sehr große Anzahl von Personen (pro Zeiteinheit) befördert werden soll.
In innerstädtischen Transportsystemen, speziell in U-Bahn- und S-Bahn-Stationen, sind oft negative Effekte durch Massierung von Fahrgästen, Überlastung der Baulichkeiten und mangelnde Orientierung festzustellen.
An den Bahnsteigen von Umsteigestationen, aber auch anderen Stationen, ist die Verteilung von Fahrgästen oft sehr ungleich bezüglich ihrer Dichte, auch besteht die Beobachtung, dass Fahrgäste in sehr hoch belasteten Metrostationen nicht ausreichend geführt werden.
In schnell sich ausdehnenden Metrosystemen ergibt sich zusätzlich die Notwendigkeit, die Kapazität der Knotenpunkte respektive Umsteigebahnhöfe des jeweiligen Systems zu erhöhen.
Die innerstädtischen oder zentralen Stationen der U-Bahnsysteme, die zu einem Zeitpunkt errichtet worden sind, als die Anzahl der zu befördernden Fahrgäste noch geringer war, müssen nun Fahrgastmengen bewältigen, die möglicherweise um ein vielfaches höher sind als diejenige Anzahl von Fahrgästen, für welche die Stationen konzipiert und gebaut worden sind. Mit dem Wachstum des Systems müssen diese - klein gebliebenen - Stationen eine wesentlich größere Fahrgastmenge bewältigen.
In den Jahren des Wachstums werden Metrolinien verlängert, und die Anzahl der Fahrgäste, die das Metrosystem nutzen, ist mehr geworden. So besteht daraufhin ein Kapazitätsmangel in den kleineren und älteren zentralen Stationen.
Mit einer neu entwickelten Kombination von bereits bekannten und neuen technischen Maßnahmen ist es möglich, die Fahrgastbeförderungskapazität zu erhöhen, wie auch die Geschwindigkeit des Fahrgastwechsels und die Reisegeschwindigkeit der Fahrgäste in Metrolinien, ohne die bauliche Infrastruktur dafür zu erweitern oder zu vergrößern.
Mit technischen Maßnahmen können Fahrgäste gezählt werden, sowohl in Zügen als auch in den Stationen und Bahnhöfen. Die Dichte des Passagierstromes kann durch Displays, die Zonen des Wartens, der Bewegung, sowie des Einsteigens in den Zug und des Aussteigens aus dem Zug definieren, ausgeglichen werden.
Das System ist dynamisch, es reagiert auf die verschiedenen und ständig sich verändernden Situationen entlang einer Metrolinie, wobei es auch die Situationen auf anderen Linien, insbesondere im Zusammenhang mit den Umsteigestationen, in den Prozess einbindet.
Da das System in der Lage ist, den Prozess des Ein- und Aussteigens zu ordnen, erreicht es auch, die Haltezeiten der Züge in den Stationen und im weiteren die Durchfahrtszeit eines Zuges durch eine Linie beträchtlich zu verkürzen. Ein weiterer Effekt davon kann die Einsparung von Wagenmaterial oder die Erhöhung der Gesamtzahl der beförderten Fahrgäste bei gleicher Wagen- bzw. Zuganzahl sein.
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